Die Messe in D hat Antonin Dvorak als Auftragsarbeit für die Einweihung einer neugebauten Schlosskapelle eines seiner Mäzene angenommen. Für das zwischen März und Juni 1887 komponierte Werk musste Dvorak aus Platzgründen auf eine Orchesterbesetzung und einen grösseren Chor verzichten. Erst 1892 erschien die Messe als Op. 86 im Druck, nachdem Dvorak eine Orchesterbearbeitung erstellt hatte. Diese Fassung wurde 1893 in London uraufgeführt. 

Der Zyklus der Biblischen Lieder besteht aus 10 Gesängen für tiefe Solostimme, also Bariton oder Alt (bei uns mit Bariton Samuel Zünd). Das Werk erschien 1895, wobei die ersten 5 Lieder von Dvorak für kleines Orchester instrumentiert wurden, während die Lieder 6-10 vom damaligen Dirigenten der Tschechischen Philharmonie, Dr. Zemànek für Orchester gesetzt worden sind. 1914 wurde der ganze Zyklus uraufgeführt. Die Texte hat der Komponist selbst aus der tschechischen Bibelübersetzung ausgewählt, und die Verwendung seiner Muttersprache zeigt die tiefe persönliche Verbindung des Komponisten zu diesem Werk.